EFRE-Projekt „Streuwiesen in FFH-Gebieten (Bärnseemoor, Kupferbachtal, Mangfalltal, Urschlach) sowie Hangquellmoore Feldkirchen-Westerham, Frasdorf und Samerberg“

Hochbedroht und auf jährliche Pflegemahd angewiesen: Frühlingsenzian, Filze Samerberg
Projektförderung:
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
- Kofinanziert von der Europäischen Union: EFRE „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ Bayern 2021-2027
- Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)
Die Projektkulisse erstreckt sich über ausgewählte Moorgebiete im südöstlichen und westlichen Landkreis Rosenheim. Sie umfasst das FFH-Gebiet Bärnseemoor, das FFH-Gebiet Kupferbachtal, Glonnquellen und Gutterstätter Streuwiesen, das FFH-Gebiet Mangfalltal sowie das FFH-Gebiet Moore und Seen nö Rosenheim. Weitere Projektschwerpunkte liegen in der BayerNetzNatur-Projektkulisse Samerberger Streuwiesen und Quellmoore und einigen herausragenden Kalkquellmooren im Umfeld von Frasdorf.
Ziel des Projekts ist die Sicherung von Feuchtwiesen, Flach-, Übergangsmooren und ihrer einzigartigen Biodiversität. Diese kann nur durch regelmäßige Pflegemahd und spezielle Artenschutzmaßnahmen bzw. auch Aushagerung erhalten und wiederhergestellt werden. Ohne diese Pflege kommt es zur Nährstoffanreicherung, zum Einwandern von Nitrophyten und Neophyten und zur sukzessiven Verbuschung mit Artenverlust. Ohne die geplanten Maßnahmen müssten hochbedrohte Arten wie der Goldene Scheckenfalter, Glanzstendel oder die Buxbaum-Segge aussterben.
Die einzelnen Maßnahmen umfassen in erster Linie Pflegemahd als Artenschutzmaßnahme oder Wiederherstellungspflege. Dabei wird z.B. bei der Wahl eines vorgezogenen Schnittzeitpunkts auch die Rückdrängung von Schilf, Neophyten und Gehölzausschlag berücksichtigt.
Die Maßnahmen werden seit Ende Mai 2026 Mitte sukzessive umgesetzt und sollen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.
EFRE-Projekt „Streuwiesenpflege und Artenschutzmaßnahme in Biotopen, Natura-2000- und Naturschutzgebieten zwischen Inn und Chiemsee“

Goldener Scheckenfalter
Die Raupen des Goldenen Scheckenfalters ernähren sich von den Blättern des in gepflegten Streuwiesen vorkommenden Teufelsabbiß
Projektförderung:
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
- Kofinanziert von der Europäischen Union: EFRE „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ Bayern 2021-2027
- Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)
Die Projektkulisse erstreckt sich über Moorgebiete zwischen Inn und Chiemsee im Landkreis Rosenheim. Sie umfasst das FFH-Gebiet Chiemsee, FFH-Gebiet und NSG Eggstätt-Hemhofer Seenplatte, FFH-Gebiet Moore und Seen nö Rosenheim, NSG Simssee Südufer, BayernNetzNatur Projekt-Kulissen u.a. „Intakte Moore-gutes Klima“ für alle, sowie Flächen aus der Biotopkartierung Bayern mit Rote Liste 1 und 2 Arten.
Ziel des Projekts ist die Sicherung von Flachlandmähwiesen, Streu- und Feuchtwiesen, Flach- und Übergangsmooren und ihrer Biodiversität. Diese kann nur durch regelmäßige Pflegemahd und spezielle Artenschutzmaßnahmen bzw. auch Aushagerung erhalten und wiederhergestellt werden. Ohne diese Pflege kommt es zur Nährstoffanreicherung und sukzessiven Verbuschungen mit Artenverlust. Die beantragten Maßnahmen sichern die Lebensräume von hochbedrohten Arten wie Goldener Scheckenfalter, Bayerisches Löffelkraut oder Sumpf-Glanzkraut.
Die einzelnen Maßnahmen wie Pflegemahd, Nachentbuschung, selektive Gehölzentnahme zum Schutz bedrohter Pflanzenarten, Belassen von Brachestreifen aus tierökologischen Gründen, Wiederherstellung der Mähbarkeit werden ab Sommer 2026 sukzessive umgesetzt und sollen im April 2027 abgeschlossen sein.
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